Am Freitagabend, dem 29. August 2025, fand im Haus der Bewegungen in Bern das Feministische Migrantinnentreffen statt. Zahlreiche Frauen mit Migrationshintergrund nahmen teil und brachten vielfältige Themen und Anliegen mit – von Fragen der Integration bis hin zu Herausforderungen im Arbeitsmarkt und im Alltag in der Schweiz.
Eine besondere Gästin
Im Mittelpunkt des Treffens stand die inspirierende Lebensgeschichte unserer Ehrengästin Faliha Näfen-Alujaily.
Von einer Vermessungsingenieurin im Land der alten Zivilisationen von Ur und Babylon hin zu einer Sozial- und Kulturspezialistin in den Schweizer Alpen – ihre Reise verbindet zwei sehr unterschiedliche Welten und zeigt eindrucksvoll die Kraft der Migration, des Neubeginns und der erfolgreichen Integration.
Seit 28 Jahren lebt sie in der Schweiz, setzte ihre Ausbildung in Sozialer Arbeit fort und erwarb das eidgenössische Diplom als interkulturelle Dolmetscherin. Heute arbeitet sie sowohl als Sozialarbeiterin als auch als Dolmetscherin zwischen Kulturen – eine Brückenbauerin zwischen Herkunft und Ankunft, zwischen Erinnerung und Zukunft.
Austausch und Inspiration
Faliha gab den Teilnehmerinnen Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen: die sozialen, kulturellen und familiären Aspekte der Migration sowie die Herausforderungen für Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt in Bern. Ihre Erzählung inspirierte die Anwesenden, die zahlreiche Fragen stellten, die sie offen, herzlich und klar beantwortete.

Fazit
Das Treffen zeigte erneut, wie wichtig es ist, sichere Räume für Migrantinnen zu schaffen, in denen Geschichten, Erfahrungen und Wissen geteilt werden können. Der Abend bot sowohl Raum zum Zuhören als auch zum gegenseitigen Stärken und Inspirieren.
✍️ Bericht: Journalistin Zahraa Alassadi
