Shejma Hamid Abis – Irakische Wurzeln, Schweizer Vision: Zwischen Fahrunterricht und Gerichtssaal

 Ein feministisches Treffen mit überkantonalem Echo

Am 13. Juni 2025 fand in Bern ein besonderes Treffen für migrantische Frauen statt, organisiert von der feministischen Verein in Bern. Frauen aus verschiedenen Schweizer Kantonen kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und neue Perspektiven zu gewinnen.

Die grosse Teilnehmerinnenzahl spiegelte das wachsende Interesse migrantischer Frauen an Themen wie Arbeitsmarktintegration und beruflicher Selbstverwirklichung wider – besonders im Hinblick auf die oftmals steinigen Wege dorthin.

Shejma Hamid Abis: Fahrlehrerin und Gerichtsübersetzerin mit irakischen Wurzeln

Im Mittelpunkt des Abends stand der bewegende Beitrag von Shejma Hamid Abis, einer Unternehmerin irakischer Herkunft, die in Bern lebt. Shejma leitet eine Fahrschule und ist zudem als beeidigte Gerichtsübersetzerin tätig. Ihre Geschichte ist weit mehr als ein beruflicher Werdegang – sie ist eine kraftvolle Erzählung von Identität, Entschlossenheit und Erfolg.

Herausforderungen als migrantische Frau in der Schweiz

In ihrem persönlichen Beitrag berichtete Shejma offen über die Herausforderungen, mit denen sie als Frau, Mutter und Migrantin in der Schweiz konfrontiert war. Sie hob hervor, dass ihre irakischen Wurzeln – insbesondere die Verbindung zu ihrem Vater – ihr stets Kraft und Durchhaltevermögen verliehen haben.

Vom Mut, Hürden zu überwinden – mit Entschlossenheit und Herkunft

„Bevor man die einfachen Schritte geht, muss man die schwierigen meistern und an sich selbst glauben“, erklärte sie. Mit grosser Offenheit sprach sie über den mühsamen Weg in den Schweizer Arbeitsmarkt, das Erlernen der Sprache, das Verstehen der bürokratischen Strukturen und die Hürden beim Aufbau eines eigenen Unternehmens.

Ein Raum für Austausch, Fragen und gegenseitige Unterstützung

Der Abend wurde durch eine offene Gesprächsrunde abgerundet, in der die Teilnehmerinnen Fragen stellten, ihre Erfahrungen teilten und sich gegenseitig unterstützten. Die Energie und Solidarität im Raum waren spürbar – ein Zeichen dafür, wie wichtig solche Begegnungen für migrantische Frauen sind.

Mehr Sichtbarkeit und Solidarität für migrantische Frauen

Zum Abschluss wurde betont, wie notwendig es ist, solche Plattformen regelmässig anzubieten, um Frauen mit Migrationshintergrund sichtbar zu machen und ihnen Raum für Selbstentfaltung und gegenseitige Unterstützung zu geben.

Das Treffen mit Shejma Hamid Abis war nicht nur eine Veranstaltung – es war eine Botschaft der Hoffnung an jede Frau, die sich in einem neuen Land behaupten möchte, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.

Die Teilnehmerinnen der Veranstaltung.

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