Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mit einer Bekannten von mir gesprochen, die seit vier Jahren in der Schweiz lebt und erst vor kurzem entdeckt hat, dass sie durch die Teilnahme am Nachbarschaftstag, der Nachbarschaftshilfe und verschiedenen anderen Aktivitäten zum sozialen Leben ihrer Gemeinde beitragen kann. Und ja, sie hat sehr gute Deutschkenntnisse und wird von ihren Nachbarn und Arbeitskollegen respektiert.
Das brachte mich zum Nachdenken über die Situation, dass es hier in der Schweiz eine Vielzahl kostenloser Angebote für MigrantInnen, Flüchtlinge und Asylsuchende gibt, von denen jedoch seltsamerweise nicht allen bewusst sind. Andererseits gibt es auch für die Menschen, die es wissen, manchmal Hindernisse, die es ihnen nicht ermöglichen, am aktiven Leben der Gesellschaft teilzunehmen oder sich vollständig zu integrieren.
Wir alle wissen ja, dass der Zugang zu einer anderen Kultur mit der Sprache beginnt, aber was kommt danach? Nur die Sprache zu meistern bedeutet noch nicht, aktiv gesellschaftlich mitzuwirken. Oder wie können Sie, wenn Sie erst am Anfang Ihres neuen Lebens hier sind, überhaupt wissen, dass die Schweiz Ihnen vielfältige Möglichkeiten bietet, Ihre Integration und Teilhabe zu erleichtern?
Mit anderen Worten: Das System verfügt über viele Ressourcen und ein umfangreiches Angebot. Um es jedoch effektiv umzusetzen, muss man sich der konkreten Bedürfnisse der Zielgruppen bewusst sein.
Wer Brot braucht, kann sich über eine kostenlose Mayonnaise nicht freuen, und wer sich die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht leisten kann, kann sich über einen kostenlosen Deutschkurs nicht freuen, weil es für ihn oder sie unzugänglich ist.
Die gute Nachricht ist, dass es immer mehr Organisationen, Vereine und Projekte gibt, die sich mit diesem Thema befassen. Dieser Artikel erzählt von einer davon: „IntegrationsBrücke Bern“.
Farhad Haji ist der Gründer der “IntegrationsBrücke Bern”, die Menschen berät und begleitet und Ihnen kostenlose Unterstützung auf dem Weg der Integration bietet. Ihm sind die Herausforderungen bestens bekannt, da er 2015 selbst als Asylsuchender Kurde aus Syrien in die Schweiz kam.
Der Verein „IntegrationsBrücke Bern“ arbeitet in drei Richtungen: kostenlose Beratung sowie Hilfestellungen aller Art, Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung von Projekten. Die Bemühungen zielen nicht nur auf individuelle Hilfe, sondern auch auf die Überwindung struktureller Herausforderungen für Integration, Teilhabe und Mitwirkung ab.
Farhad ist überzeugt: “Integration soll kein Glücksfall sein!”
Weitere Informationen zum Verein erhalten Sie auf der mehrsprachigen Website: https://integrationsbruecke.ch/home/verein-ibb/
Um Beratung zu bekommenam, an Projekt “Talking Stick” teilzunehmen, Unterstützung von “Wege zu Deutsch” zu erhalten oder Ihre Projektidee zu besprechen: info@integrationsbruecke.ch

