“Social Fabric”: Das dreifache Modell der Nachhaltigkeit

Jedes Unternehmen, sei es ein kommerzielle oder eine soziale Initiative, exisitiert nicht in einem Vakuum, sondern hat einen Einfluss auf die Umgebung. “Social Fabric” ist ein Ökotextilzentrum in Zürich, das Menschen mit Flüchtlingshintergrund beschäftigt und ihnen die Möglichkeit gibt, für Näharbeiten beruflich aktiv zu sein.

“Social Fabric”: Das dreifache Modell der Nachhaltigkeit
Bild: Social Fabric

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Jelena Zhurajeva wurde in Estland geboren, hat in Spanien gelebt und ist nun in der Schweiz gelandet, wo sie aktives Mitglied der “Social Fabric” ist. Sie sprach mit Lucify.ch darüber, wie ihre Organisation durch die Projekte mit geflüchteten Menschen zu sozialer und ethischer Interaktion ermutigt.

Menschen

Das Überschreiten von Stereotypen, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, geschieht in der “Social Fabric” durch das Nähen. Jelena erinnert sich an das Beispiel eines geflüchteten Mannes, der eifrig an einem Projekt für wiederverwendbare Hygienepads für Frauen mitwirkte. Die Geflüchteten werden im Atelier nicht nur im Bedienen der Nähmaschinen unterrichtet, sondern auch dazu befähigt, selbst professionelle Schneiderinnen und Schneider zu werden. Die Integration geflüchteter Menschen in den Arbeitsmarkt ist ein wichtiges Ziel. Einer der jungen Teilnehmer konnte beispielsweise seinen Traum verwirklichen und dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne professioneller Schneider werden. Später konnte er sein eigenes Nähatelier eröffnen.

“Social Fabrik” arbeitet auch mit Partnerorganisationen in anderen Ländern. Eine davon ist eine Organisation, die ehemalige Prostituierte in Indien im Nähhandwerk ausbildet und recycelte Saris als Hauptmaterial für die Verarbeitung verwendet.

Bild: Social Fabric (Instagram)

Planet

“Social Fabric” fördert die Wiederverwendung und Umgestaltung von Textilien. Einige Taschen werden aus Jeans oder dem Material von Segelbooten hergestellt. Die Lieferanten werden sorgfältig ausgewählt und sowohl auf die Produktionsmethoden wie auf den Verschmutzungsgrad während des Transports wird stark geachtet. Gespendete Materialien sind ebenfalls sehr willkommen. “Social Fabric” bevorzugt Wiederverwenden statt Wegwerfen. 

Profit

“Social Fabric” ist ein Unternehmen mit sozialem Einfluss, die Profite gehen nachhaltig an Menschen, die ihrer Existenzgrundlagen beraubt wurden und werden für die Unterstützung von geflüchteten Menschen eingesetzt, die selbst professionelle Schneiderinnen und Schneider werden möchten. Die Transparenz des Managements ist der Kern des Unternehmens.

Am 17. September organisiert die “Social Fabric” ein Community-Event mit Apéro, an dem Babydecken verkauft werden, die während des Sommerprojekts genäht wurden. Weitere Informationen findet ihr in unserer Lucify-Agenda.

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Anna speaks French, German, English and Russian. She obtained a Master Degree at the University of Bern (Cultural Studies) and a Bachelor at the Lomonosov Moscow State University (Philology). Anna has big interest in such themes as: identity, cultural hybridity, music, and raising children in multicultural context. She is convinced that our children can teach us a lot. They are not born with stereotypes but they risk to acquire them later under external circumstances. Our task as parents is to help them grow as conscious and culture-aware humans.

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