Wir geben nicht auf!

Die Gruppe #stopisolation zog am Montag 17 August um 14:00 Uhr vor den Migrationsdienst des Kantons Bern in Ostermundigen, um ihre Forderungen zu überbringen.

Demo 17.08.20

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Knapp 100 der abgewiesenen Asylsuchenden aus den Rückkehrzentren Bözingen, Gampelen und Aarwangen haben für ihre Rechte demonstriert und laut gesagt: «Wir geben nicht auf! Dies sind unser Leben und unsere Freiheit und niemand hat das Recht, uns das wegzunehmen! Die Behörden ignorieren unsere Anliegen. Wir wollen eine Lösung.»

Die Gruppe „Stop Isalation“ haben dem Migrationsdienst einen neuen Brief geschrieben und nur eine Person durfte rein gehen und den Brief abgegeben. Aber niemand vom Migrationsamt kam raus und die Leute haben lange Zeit an einem langen, heissen Nachmittag  hoffnungsvoll gewartet. Sie konnten nur am Mikrofon ihre Rechte laut fordern und betonen: «Wir sind Menschen und wir kämpfen für unsere Rechte und unsere Freiheit».

Dann haben die abgewiesenen Asylsuchenden auf farbige Blätter ihr Ankunftsdatum in der Schweiz geschrieben. Manche der Ankunftsdaten waren 2010 oder 2013 und sie sagen, diese Daten bedeuten, «wir haben ein langes Leben im Rückkehrzentrum verloren.»

Die Gruppe « Stopp Isolation» hat bei vorherigen Demonstrationen auch einen Brief mit Ihren Forderungen an den Kanton Bern und den Bund abgegeben.

Die vier Hauptforderungen von Stopp Isolation sind:
1. Aufenthaltsbewilligungen
2. keine Isolation in Rückkehrcamps
3. keine ständigen Kontrollen, Bussen und Haftstrafen
4. Respekt und Würde

An der Demonstration haben sich auch die SP Kanton Bern, nebst der Alternativen Linken, der PdA und den Grünen Kanton Bern beteiligt und sich mit den geflüchteten Migrant*innen und ihren Forderungen solidarisiert.

Eine Frau aus Bern, die die Proteste begleitete, drückte ihr tiefstes Bedauern über die Notlage der Flüchtlinge aus und forderte ein Ende der Situation. Hier ein Ausschnitt aus ihrer Rede:

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Mahtab stammt aus Iran und hat in Teheran persische Literatur studiert. Während ihres beruflichen Werdeganges hat sie als Sendeleiterin und Produzentin bei Radio Teheran und dem iranischen Nationalradio sowie als Reporterin und Autorin bei mehreren Zeitungen gearbeitet. Ausserdem war sie mehrere Jahre an der Kunst Akademie und Kulturerbe-Organisation in der Forschung tätig. 2015 hat sie ihr Land infolge der politischen Situation verlassen und ist mit ihrem Sohn in die Schweiz geflüchtet. Hier engagiert sie sich in verschiedenen Projekten. Zurzeit führt Mahtab einen Stadtrundgang bei StattLand, ist Moderatorin der Sendung vox mundi bei Radio Rabe und seit Juli 2019 Sendeleiterin der Sendung Torfehaye Javidan.

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