Stopp Doppeldiskriminierung-Anerkennung Ausländische Diplomen

Rede gelesen von Emine Sariaslan & Hülya M. Genis 14.06.2019 Bern, Die Schweiz

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Liebe Frauen, liebe solidarisierte Männer

Die Migration ist weiblich! Rund die Hälfte der migrierenden Menschen weltweit sind Frauen.

Weltweit migrieren und flüchten mehr Frauen als Männer. Aufgrund der ungleichen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und dem ungleichen Zugang zu Ressourcen wird von einer Feminisierung der Armut gesprochen. Frau-Sein und Ausländerin-Sein zieht spezifische Ausschlüsse nach sich.

Die Migrantinnen sind der Doppel Diskriminierung ausgesetzt, sowohl als Frauen und ebenso als Migrantinnen.

Yvonne Riaño und Nadia Baghdadi haben im Jahre 2004 die berufliche Integration von qualifizierten Migrantinnen aus Lateinamerika und aus dem muslimischen Raum untersucht und kamen zum folgenden Schluss.

  • Mehr als ein Drittel (37%) ist nicht erwerbstätig
  • Knapp ein Drittel (27%) arbeitet unter ihren Qualifikationen
  • Knapp ein Drittel arbeitet entsprechend ihren Qualifikationen aber mit

schlechten/unsicheren Arbeitsbedingungen

  • 10% arbeiten entsprechend ihren Qualifikationen in gesicherter Anstellung

Die Mehrheit der Migrantinnen ist entweder vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen oder arbeitet unter ihren Qualifikationen oder ist in unsicheren Jobs angestellt. Sie werden oft in Branchen mit tiefen Löhnen beschäftigt, wie im Gastgewerbe, der Reinigung, im Detailhandel und oder in privaten Haushalten. Ausserdem werden Ausbildungen und Diplome von Migrantinnen in der Schweiz häufig nicht anerkannt. Deshalb müssen viele qualifizierte Migrantinnen eine Arbeit, die unter ihrer Qualifikation liegt annehmen.

Die Migrantinnen sind überproportional von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen oder im Niedriglohnbereich beschäftigt. Das muss geändert werden.

Die Frauen aus Drittstaaten reisen praktisch nur über den Familiennachzug legal ein und können sich hier aufhalten. Ihr Aufenthaltsstatus ist an den «Verbleib beim Ehemann» geknüpft. Das ist insbesondere problematisch für Frauen, die Gewalt in der Ehe ausgesetzt sind. Das muss geändert werden.

In allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens müssen Praktiken und Gesetze ein Ende finden, die Frauen und die Migrantinnen diskriminieren.

Es lebe der Klassenkampf, es lebe der Frauenkampf!

Rede gelesen von
Emine Sariaslan & Hülya M. Genis
14.06.2019

Bern, Die Schweiz

 

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