Tag der Liebe

Tag der Liebe
Marriage of Khusrau and Shirin from Metropolina Museum of Art (oa)

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Das alte iranische Volk war ein Volk, dessen Leben mit Festlichkeiten und Freude verbunden war. Sie feierten verschiedene Anlässe und verbrachten ihre Zeit mit Herz und Glück.

Diese Feiern repräsentieren die Kultur, die Lebensweise, die Lebensphilosophie und im Allgemeinen das alte iranische Weltbild.

Die Esfandegan Feier ist eine der großen Feierlichkeiten des alten Iran, die jeweils am 18. Februar stattgefunden hat. Dabei wurde der Tag der Liebe gefeiert.

An diesen Tag fanden mehrere Feiern mit speziellen Ritualen statt. Vor allem haben sie die Liebe und Leidenschaft weitergegeben, was die Menschen als heiliges Gefühl wahrnahmen.

Zu dieser Zeit war ESFANDAN ein Tag, um Frauen und deren Fruchtbarkeit zu feiern. Diese Arbeit spiegelt den hohen Status von Frauen und Liebe im Iran seit der Antike wider.

An diesem Tag stellten Männer ihre Frauen vor. Männer beobachteten die Frauenfamilie auf dem Thron, gehorchten ihnen und boten ihnen Geschenke an. Ausserdem schenkten Frauen ihren Ehemännern ein liebevolles Geschenk.

Es war eine Erinnerung für Männer, die Frauen zu schätzen. Da die Feier lange Zeit andauerte und sehr gross war, zeugte sie von grossem Respekt der Männer gegenüber den Frauen.

Einige glauben, dass dieser Tag im alten Iran auch der Tag der Mutter und Frau war. Heute sind wir uns nicht sicher, aber wir sind sicher, dass dieser Tag der Tag der Liebe war und immer noch ist.

Obwohl das Fest jahrelang in Vergessenheit geriet, feiert die junge Generation heute diesen Tag wieder. Sie möchte ihn wiederbeleben und heute ist es tatsächlich eine Feier der Liebe.

In einem Land, in dem Frauen und Männer getrennt werden und jegliche Beziehung zwischen ihnen verboten ist, ist der Tag der Liebe eine Gelegenheit, Gefühle und Liebe auszudrücken.

Im heutigen Iran ist Liebe ein Tabu, und es ist natürlich, dass junge Leute dieses Tabu beseitigen möchten. Deshalb sind sie sehr glücklich mit dem Tag der Liebe am 18. Februar und manchmal feiern sie auch Valentinstag an 14. Februar.

Und wie geht man in deinem Land mit der Liebe um? An welchem Tag und wie feiert ihr den Tag der Liebe?

VALENTINSTAG
Mit roten Rosen, kleinen roten Bären, roten Kissen in Herzform, ruhiger Musik und Rotwein wird jedes Jahr der Tag der Liebe gefeiert. Doch was wissen Sie über den Valentinstag und warum feiern wir den Valentinstag? Wer ist Valentin überhaupt?

Die Geschichte erzählt folgendes: Im dreizehnten Jahrhundert nach Christus befand sich das Römische Reich unter der Herrschaft von Kaiser Claudius II, welcher die Heirat im christlichen Ritus verbat. Der Priester Valentin wehrte sich gegen diese Ordnung. Er traute Paare heimlich, sogar Soldaten vom Kaiser, und schenkte ihnen Blumen. Bald wurde das Geheimnis enthüllt und der Priester wurde eingesperrt. Im Gefängnis verliebte sich Valentin in die blinde Tochter seines Wärters. Sie baten Valentin, nicht mehr an das Christentum zu glauben, aber er lehnte dies ab und wurde am 14. Februar enthauptet. Vor seinem Tod schrieb er seinem Geliebten einen Brief und unterschrieb „dein Valentinsgruss“. Die Legende sagt, dass die junge Frau diese Worte sehen konnte.

Später wurde der 14. Februar für die Kirche der Tag, an dem man sich an den Priester Valentin erinnert, welcher Liebende unterstützte und sein Leben dafür sogar opferte: Der Valentinstag. In Europa wurden mit der Zeit alle Rituale und Feste der Liebe und Fertilität mit diesem Fest zusammen geschlossen und so wurde der Valentinstag zu einem festen Bestandteil im Kalender, etwa wie der Mutter- oder Frauentag.

(Zaher Al-Jamous)

 
Mehr über den Valentins- und andere Liebestage könnt ihr in der Sendung Vox Mundi am 19. Februar um 19 Uhr auf Radio RaBe 95.6 mit den Autorinnen dieses Arktikels Mahtab Taemeh und Zaher Al-Jamous hören.

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Mahtab stammt aus Iran und hat in Teheran persische Literatur studiert. Während ihres beruflichen Werdeganges hat sie als Sendeleiterin und Produzentin bei Radio Teheran und dem iranischen Nationalradio sowie als Reporterin und Autorin bei mehreren Zeitungen gearbeitet. Ausserdem war sie mehrere Jahre an der Kunst Akademie und Kulturerbe-Organisation in der Forschung tätig. 2015 hat sie ihr Land infolge der politischen Situation verlassen und ist mit ihrem Sohn in die Schweiz geflüchtet. Hier engagiert sie sich in verschiedenen Projekten. Zurzeit führt Mahtab einen Stadtrundgang bei StattLand, ist Moderatorin der Sendung vox mundi bei Radio Rabe und seit Juli 2019 Sendeleiterin der Sendung Torfehaye Javidan.

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