Die Solidemo für Afrin wurde von der Polizei eingekesselt.

Am 7. April versammelten sich hunderte von Menschen beim Bahnhofplatz Bern, um ihre Solidarität mit Afrin auszudrücken. Die Solidemo wurde von der Polizei eingekesselt.

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[:de]Am 7. April um 16.00 versammelten sich hunderte von Menschen beim Bahnhofplatz, um ihre Solidarität mit Afrin auszudrücken. Afrin ist ein Kanton der demokratischen Autonomie Rojava in Syrien, wo Kurden mit anderen ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten eine demokratische, ökologische und gendergerechte Selbstverwaltung gegründet hatten.

Bis zu den türkischen Angriffen herrschte in Afrin ein friedliches Zusammenleben mit Bewohner und Binnen-Geflüchteten. Die türkischen Angriffe aus der Luft und vom Boden mit ehemaligen IS-Kämpfern wurden von Russland, den USA und der EU zugelassen. Die Solidemo kritisierte die Verantwortung der europäischen Ländern, welche mit Waffenexport und Handel mit der Türkei nur an ihren Gewinn denken. So wurden auf den Baldachin Transparente aufgehängt, welche diese Kritik beinhalteten: „CH-Waffen, CH-Geld morden mit in aller Welt.“

Während des Umzugs wurden Brunnen rotgefärbt, um das Blutvergiessen in Afrin visuell zu verdeutlichen. „Euer Schweigen tötet! Defend Afrin!“ stand in der Botschaft.
Die Polizei wollte von Anfang an die Solidemo verhindern. So kam es beim Bundesplatz und Käfigturm zur polizeilichen Repression. Richtung Heliggeistkirche hat die Polizei die Demonstrant-innen mit Gummischrot angegriffen und die Demo stundenlang eingekesselt.

Bis 20.00 wurden Personenkontrollen durchgeführt, wobei Demonstranten in Handschellen gelegt wurden. Die Demonstranten erzielten einen Friedensausruf, sich gegen den Krieg in Afrin zu stellen, indem sie die profitorientierte Interessen der Schweizer Politik in Frage stellten. Momentan befinden sich viele Teilnehmende in Untersuchungshaft.[:]

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Sevdas Engagement in den Medien hat in der Türkei in den unabhängigen kurdischen Blog Demokrathaber angefangen. Sie finde es sehr wichtig, am sozialen und politischen Geschehen teilzunehmen und denkt, dass die Medien dabei eine grosse Rolle spielen. "Mich beschäftigen die Fragen: geben die Medien an kritische Stimmen Platz, werden die Andersdenkende in den Medien sichtbar? In den Mainstream-Medien ist nur die Stimme der Mächtigen zu hören, welche Ressourcen besitzen und die Problemdeutung aus ihrer Sicht definieren. Deshalb sind unabhängige Medien wie Atmem notwendig, um die Meinungsfreiheit und die Meinungen der gesellschaftlich Schwächen Gruppierungen zu repräsentieren. Meine Artikel beziehen sich auf die Probleme der Unsichtbaren und auf die Kritik des herrschenden Klassen-, Geschlechterverhältnisse so wie nationalstaatlichen Verordnungen gegenüber Asylsuchende."

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